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Gut gegen »Dropdown«

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»Ich bin schon einmal dort gewesen,
an diesem schönen Ort.«

Museum Industriekultur, AUGENHÖHEwege, Filmpremiere. Ein bewegender Ort für ein bewegtes Bild. In doppelter Hinsicht. Zeigt der Film Unternehmen in den Hauptrollen, die den Versuch wagen, Hierarchien auf Augenhöhe zu bringen, präsentiert er sich – ob bewusst oder unbewusst ausgewählt – an einem Ort, der mein orientierungsloses Wesen auf Augenhöhe in das Museumsinventar blicken ließ. Als Praktikantin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der »museen der stadt nürnberg« wurde sich auf einer Ebene begegnet, zumindest in kommunikativer Hinsicht – mein fehlendes Wissen in Spe ausgeschlossen.

Einreißen, um aufzureißen.

Wie bringe ich die Summe meiner einzelnen Teile auf Augenhöhe, wenn „Größe“ nur eine Variable von vielen ist? Eine Herausforderung, der sich sechs Unternehmen in dem Film »AUGENHÖHEwege« gestellt haben. Die Lösungsansätze zeigen sich genauso flexibel, wie die Wege dorthin. Doch eins ist allen Firmen gemein: Umdenken. Fortschritt erfordert Mut, der die Angst vor ungewollten Rückschritten übersteigt. Tradition vs. Innovation. Wem es gelingt die Fassaden von festgefahrenen Organisationsformen einzureißen, schafft Raum und setzt Impulse (frei). Traditionelle Handlungsoptionen befreien sich von der einengenden Abhängigkeit herkömmlicher Hierarchien und bringen letztendlich das hervor, was verloren zu gehen droht: Freude. Freude an Partizipation, Freude am Verantwortungsbewusstsein – ob für sich und für andere, und final Freude an der »Berufung«.

Kein performativer Selbstwiderspruch

»AUGENHÖHEwege« will auf der Premiere nicht nur präsentiert, sondern auch diskutiert werden. Das Museum Industriekultur mutiert am Tag der Erstausstrahlung zu einer Art hybriden Forum, in dem jede Stimme zu Wort kommen und gehört werden soll. Die vorausgegangen Bilder sind ebenso wenig handlungsweisend wie handlungsbindend. Sie sind die Zündschnur zur Selbstreflexion, Anregung und Inspiration. Dialoge sollen folgen und den Austausch zwischen Anspruchsgruppen divers eröffnen. Der Film will keine Anleitung geben, sondern vielmehr verführen, ebenfalls neue Wege zu gehen.

Das verhandelbare Maß der Dinge

»AUGENHÖHEwege« feierte zeitgleich in mehreren Städten Premiere. Doch das war nur der Anfang. Den ersten Worten werden weitere folgen und mit dem Fortschreiten der Zeit hoffentlich auch Taten. »AUGENHÖHEwege« lässt sich in voller Länge online – ganz legal – streamen und teilen. Jeder darf, kann und soll den Film, seine Gedanken und Ansichten hierzu verbreiten, damit der Dialog sich fortsetzt, bis sich die Augenhöhe vielleicht irgendwann als ein Maß mit dem Hang zur Allgemeingültigkeit etabliert, mit einem Ausmaß auf Verhandlungsbasis.

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