#2 Johan

Johan_Cover

Graphikdesigner – 32 Jahre

Unfreiwillig freiwillig.

Johan ist unfreiwillig in Nürnberg gelandet. Das macht ihn allerdings nicht weniger glücklich. Seine Berufung hat ihn hierher geführt: Das Zeichnen. Eine unfreiwillig freie Wahl. Seine Karriere mit dem Stift in der Hand startete er bereits als kleiner Johan. Langweile, Freude am Handwerk und die Faszination an der Kreation motivierten ihn. Man schafft etwas, was in dieser spezifischen Gestalt zuvor gar nicht entstehen konnte. Auf dem Weg zum Graphikdesign machte er einen kleinen Abstecher über das Studium der Psychologie. Doch da fehlte was. Generell interessiert an Prints auf Textilien divers hat er nun sein Hobby zur Profession gemacht. Nürnberg wird zur Plattform seines Schaffens.

Inspiration? Die weibliche Form.
Thema? Der Geschlechtsakt.

Eigentlich möchte Johan alles auf dem Blatt Papier festhalten. Ob Mensch oder Flugzeug, er ist flexibel. Ein Tag gefüllt mit seinen liebsten Beschäftigungen sähe folgendermaßen aus: Wasser aus einem Brunnen schöpfen, Feuer machen, malen. Dazu würde er gerne eine einfache Tätigkeit ausüben, Hausmeister zum Beispiel. Ein Hausmeister ist nicht nur einfach Hausmeister, er ist eine Art barmherziger Samariter im Mikrokosmos Reihen-, Hoch-, Wohnhaus. Das wird Johans primärem Anliegen gerecht: Unterstützen und Freude bereiten.

»Ich stelle mir Nürnberg ganz großartig vor!«

Prinzipiell sind für Johan Mensch und Beschäftigung von Bedeutung, weniger die Umgebung. Jeder Ort ist eine Zwischenstation. Alt werden kann er überall. Johan mag Nürnberg. In seiner Vorstellung stellt es sich sogar ganz großartig dar. Es atmet sich nicht nur besser, das grüne Antlitz, die Pegnitzauen und der Basketballplatz im Burggraben gefallen auch in der Realität. Johans jüngster Lieblingsort: Das Casablanca. Hier kann man so schön Urlaub machen.

»Der galoppierende Gaul«

Im Job mit einem Mix der Kulturen konfrontiert bewegt sich Johan zuhause im fränkischen Milieu mit fränkischen Originalen als Mitbewohner. Den Franken schätzt er nicht zuletzt wegen seinem Dialekt: »Fränkisch klingt wie ein galoppierender Gaul.« Positiv meint er das. Weiterführende Interpretationen seien dem Lesenden überlassen.

Was Johan an Nürnberg vermisst? Das Urbane. Nicht nur in seiner Vorstellung. Rotzige Skater, die auf die Straße spucken. Nun ja, aller Anfang ist schwer.

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