Der geheime Garten

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Das Lönneberga

Der geheime Garten im geheimen Garten oder die Garten-„Inception“

Ich liebe Nürnberg. Überschaubar – das stimmt, aber dennoch voller Überraschungen. Ständig auf der Suche nach neuen Fundstücken ertappe ich mich dennoch ab und zu dabei, irrtümlicherweise zu denken, ich hätte bereits alle wertvollen Schmuckstücke ausgegraben. Falsch.

Merke: Leitsatz von Sokrates aufhängen (bzw. mir in den Weg hängen) und mehrmals täglich wiederholen. Er war ein schlauer Mann und formulierte bereits Lichtjahre zuvor, was mein Entdeckerherz zu gerne vergisst:

«Ich weiß, dass ich nichts weiß.»

Gut gegen Winter…

Um drohenden Winterdepressionen vorzubeugen und den immer dunkler und kälter werdenden Wochenenden einen tieferen Sinn zu geben, habe ich mich letztes Jahr auf die Suche nach einem Nebenjob begeben. Gut, um ehrlich zu sein, natürlich auch um mein konsumfreudiges Wesen noch besser und ganz besonders in noch kürzeren Abständen befriedigen zu können.

Kellnern gelingt mir trotz kurzzeitigen Zuständen der Verwirrung ganz gut und so stand schnell fest: Ein Nebenjob in einem Restaurant oder Café muss her, am besten mit dem Charme eines französischen Etablissements ala  „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Mit Festanstellung und abgeschlossenem Studium war ich nun endlich finanziell unabhängiger und konnte meine ursprünglichen Prioritäten – möglichst viel Geld zum Überleben – neu definieren: Hauptsache schön. Aber noch wichtiger: Nie wieder Burger mit Pommes unter Aufsicht eines dauerhaft cholerischen Kochs servieren.

Der Filmtipp ohne Film

Den Filmtipps sei Dank. Sie wurden ihrem Namen gerecht und gaben mir den entscheidenden Hinweis: Das Lönneberga sucht Personal. For real – nicht im Film. Ehemals schwer verliebt in Michel von Lönneberga benötigte ich keine weiteren Informationen.

Seitdem arbeite ich in dem Rundum-Sorglos-Wohlfühl-Paket und freue mich, von Wochenende zu Wochenende den geheimen Garten aufsuchen zu können, um sogleich am bösen Montag wieder motiviert in die neue Woche zu starten.

Das „Rundum-Sorglos-Wohlfühl-Paket“

Nicht nur das Essen (- den Wein nicht zu vergessen) ist ein wahrer Genuss. Von Gast über Koch bis Kartoffelbauer ist das kleine, aber feine Restaurant eine wahre Freude. Mit einer täglich wechselnden Karte, Desserts wie warmen Schokoladenkuchen (mit flüssigem Kern versteht sich) oder Crumble („ein kulinarischer Orgasmus“ O-Ton Gast) mutiert jeder Besuch zum Fest der Sinne. Ob im Sommer im geheimen Garten unter kühlenden Kastanienbäumen, oder im Winter an schweren Holztischen in warmen Licht, es schmeckt und schmeckt und schmeckt.

Doch eine Besonderheit bleibt den Gästen verwehrt: Der Hinterhof mit Blick auf den Kirchturm. Märchenhaft. Tja, einen Vorteil muss es ja mit sich bringen, Teil der Lönneberga-Familie zu sein.

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