Ein herrlicher Genuss

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herrlich.
kreuz & quer.

Herrlich wie großartig wie wunderbar.

Es gibt diese Worte, die keine nähere Erklärung brauchen. Dramatisch zum Beispiel. Kein anderes Wort könnte dem Drama zu mehr Ausdruck verhelfen. »Schon wieder alles total dramatisch!« Man fühlt sich verstanden. Ähnlich verhält es sich mit Worten wie herrlich, wunderbar oder großartig. Im positiven Sinn. Herrlich zu sagen, fühlt sich genauso an wie das, das man beschreiben möchte: Einfach herrlich. Laute (unter-)malen die Welt schön.

Das »herrlich(e)“ trifft einen unerwartet.

In einem kleinen Gässchen in der Innenstadt versteckt sich eines der seltenen Cafés, das so heißt, wie es ist (und schmeckt): Herrlich. Auf einem Streifzug durch die Winternacht habe ich es entdeckt. Selbst durch geschlossene Fenster und Türen sieht es mehr als einladend aus. Ausgestattet mit einem wunderbaren Ensemble an bunt gemischten Tischen und Stühlen hält das »herrlich« für mein süßes Herz  die leckersten, selbst gebackenen Kuchen bereit. Aber auch das herzhafte Wesen kommt mit Brotaufstrichen als Gaumenschmaus auf seine Kosten. Selbst der große Hunger hat hier keine Chance. Eine kleine, feine Auswahl an warmen Speisen oder Salaten jagt ihn zum Teufel.

Eine Schnapsidee mit Mehrwert

In einem Großhandel haben sich die Besitzer Mario und Radim kennengelernt. Unabhängig voneinander waren sie schon immer in der Gastronomie zuhause. Mit ihrem gegenwärtigen Tun unzufrieden wurde 2012 zum Jahr der neuen Ziele. Der Plan von ihrem eigenen Laden entstand als Schnapsidee – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein gewöhnlicher Tag, ein gewöhnlicher Feierabend. Falsch gedacht. Der allabendliche Umtrunk mutierte zur Kreativstunde und gebar den Traum der Selbstständigkeit.

Zur ideellen Verwirklichung

Die anfänglichen Ideen erhielten mehrere Neuauflagen, bis das finale Konzept, inhaltlich und namentlich, stand. So wurde aus einem ursprünglich angedachten Brotzeitladen ein Café mit einem Angebot irgendwo zwischen »kreuz & quer“. Auch der erste Namensentwurf ”Melange« stellte  den einen oder anderen Franken, der leider ab und an zur allzu wortwörtlichen Aussprache neigt, vor zu große Herausforderungen. In Amsterdam fanden Mario und Radim schließlich das richtige Wort für ihren Laden: «herrlich». Eine herrliche Stadt weiß Herrliches hervorzubringen.

Eine erfrischende Fundgrube

Im Café »herrlich« gibt es nicht nur viel zu probieren, sondern auch viel zu entdecken. Allein das Interior ist ein interessanter Mix im Sil der 50er/60er Jahre. Neben kulinarischen Köstlichkeiten verkaufen zwei regionale Künstlerinnen ihre in liebevoller Handarbeit erstellten Werke im Filz- und Keramikkleid. Generell sind bei Mario und Radim kreative Köpfe, die gewillt sind, ihr Schaffen zu präsentieren und auszustellen, stets willkommen. Auswahlkriterien gibt es keine. Hauptsache, es passt. So darf der Gast jedes Mal aufs Neue gespannt sein, wer oder was bei seinem nächsten Kaffee die Wände ziert.

Flair mit Persönlichkeit

Doch eins darf nicht unerwähnt bleiben: Mario und Radim leisten als Gastgeber mit ihrem herzlichen und freundlichen Wesen einen maßgeblichen Beitrag zum Kaffeestündchen mit Wohlfühlcharakter. Von Anfang bis Ende ein herrlicher Genuss.

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