#3 Alexander

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Kunsthistoriker – 30 Jahre

Brotlose Kunst

„Durchaus interessant, Tochter. Leider wirst Du niemals Geld verdienen.“ Die Worte meines Vaters, als ich ihm von meinem bevorstehenden Studium der Soziologie und Philosophie erzählte. Mit Zukunftsangst als Berater wurde die Philosophie gegen Ökonomie eingetauscht. Der Soziologie blieb ich treu. Doch es gibt sie, die Mutigen, die sich mit Erfolg in das Abenteuer Geisteswissenschaften stürzen. Einer davon ist Alexander Racz, Kunsthistoriker.

Die Kunst – Das Quentchen Glück zur Geschichte

Alexanders Interesse an Geschichte war schon zu Schulzeiten vorhanden. Kunst in und von der Schule wurde abgelehnt. Mit Freude jedoch bereits in Kinderschuhen Museen und Ausstellungen aufgesucht. Alexander ist eher Theoretiker, weniger Praktiker. Geschichte allein als Studienfach wäre zu trocken gewesen. Kunst war das fehlende Quentchen zum Glück. Das ABC der Studiengänge stellte die Weichen für Alexanders Zukunft: Kunstgeschichte und christliche Archäologie waren die Auserwählten. Auch nach Verwirklichung die richtige Wahl.

Franken, Kunst & das World Wide Web

Seit April 2014 präsentiert Alexander dem World Wide Web das Kunstgeschehen der Region. Auf seinem eigenen Blog. Geburtsstunde des Vorhabens war sein Aufenthalt als Doktorand in Rom. Ursprünglich war mit gleichgesinnten Kollegen ein Blog von internationaler Reichweite der Plan. Leider drifteten die Lebenswege auseinander und das Unternehmen blieb ein Unternehmen in Gedanken mit Option auf Umsetzung. Doch die Idee von einem eigenen Blog ließ Alexander nicht los. Zurück in Nürnberg modelte er kurzerhand seine veraltete, tot geglaubte Webseite um. Ursprünglich zur Bewerbung einer Ausstellung junger Studentinnen im Jahre 2011 gegründet verwandelte sich die Plattform in kunstnuernberg.de.

Das Ziel:
Ein Online-Magazin zur zeitgenössischen Kunst mit Fokus auf Franken.

Doch der Magazincharakter erforderte für den Start zu viel Aufwand. Übung macht den Meister, Bloggen macht den Meister. Das Konzept: Wegweiser und Ratgeber rund um das Kunstgeschehen in Franken gepaart mit ausführlich diskutierten Artikeln zu spezifischen Themen. Alexanders Unternehmergeist sah in der Online-Werbung für das Kunstgeschehen in Franken eine Marktlücke. Er täuschte sich nicht. Sein erster Beitrag zum Bürgerentscheid über den historischen Rathaussaal war ein voller Erfolg.

Nürnberg – Rom – Whatever

Über das Kunstgeschehen in Nürnberg zu schreiben, gestaltet sich leicht. Nürnberg, die Heimat, hier kennt Alexander sich aus. Ob Rom oder Nürnberg, beide Städte verfügen über eine außerordentliche Kunstszene. Der Unterschied: In Franken wird noch viel zu wenig darüber gesprochen. Alexander fehlte dieses eine, zentrale Medium, mit dem er einen Überblick über alle Kunstgeschehnisse im Raum Nürnberg erhält, ohne Stationen divers im Web durchsurfen zu müssen.

Jetzt, wo Du fort bist, lieb ich Dich umso mehr.

Was auf Diego und Frida zutrifft, passt auch auf Nürnberg und Alexander. Vom Fernweh getrieben zog er los. Nach München und Rom. Doch nach einiger Zeit der Abstinenz wusste er wieder die Qualitäten seiner Heimatstadt zu schätzen. Wahre Freunde und wahres Bier bzw. wahre Freunde mit wahrem Bier sind fernab von Nürnberg schwer zu ersetzen. Außerdem kostet das Leben hier wenig – zumindest wenig Geld. Nürnberg das Schlaraffenland im ewigen Sonderangebot.

kunsthysterisch.

Wenn Alexander von Nürnberg erzählt, möchte man aufspringen, mit ihm spazieren gehen und sich Nürnberg neu erzählen lassen. Doch Geduld ist eine Tugend. So muss man noch ein wenig warten. Kunsthistorische Führungen sind in Planung. Ungewöhnlich werden sie sein. Was will man von selbst ernannten Kunsthysterikern auch anderes erwarten?

Zukunftswunsch

Auch wenn Nürnberg in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat, vermisst Alexander die internationale Ausrichtung. Weitere international agierende Galerien, die Künstler aus dem In- und Ausland präsentieren. Man darf gespannt sein. Dank kunstnuernberg.de muss man nicht mehr im Dunkeln tappen. Easy. Ich bin Fan. In echt und im Web 2.0.

Besuche Alexanders Blog: http://kunstnuernberg.de

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