#11 Jochen

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Radiomoderator – 37 Jahre

Poesie verbindet.

Donnerstagabend. Das Wochenende wird bereits sehnsüchtig erwartet, steht aber leider noch nicht vor Tür. Der Exzess muss noch einen Tag warten. Doch ein Event lässt sich mit dem unvermeindlichen Dilemma vereinbaren: Der Poetry Slam. Krawall und Remmidemmi, ohne die letzte Energie für den bevorstehenden unfreien Freitag gänzlich zu rauben. Ein Jahr lang wurde der Termin zum festen Bestandteil meines Freizeitegos. Bis die Übersättigung eintrat. Doch eins hat überlebt: Die Freundschaft zu Jochen. Poesie verbindet.

Er kam, sah und wurde zum Star (FM).

Im Saarland war das Ende der Fahnenstange erreicht. Jochen wollte mehr, griff nach den Sternen und ergatterte eine Stelle bei Star FM. Heute moderiert er von 6 bis 10 Uhr den Breakfast Club und sorgt für einen gelungenen Start in den Tag. Sein primäres Ziel: Unterhaltung. Jeden Tag anders. Vielseitig möchte er sein. Dabei bleibt Jochen er selbst.

Vom Buchbinder zum Radiomoderator

Eigentlich ist Jochen gelernter Buchbinder. Doch die Musikpassion übernahm schnell das Kommando über sein Leben. Mit seiner favorisierten Musik spielte er sich zum Berufs-DJ hoch. Der daraufhin folgende Diskothekenbesitz endete jedoch in einer Fast-Katastrophe. Umdenken war angesagt. Mit seinem fundierten Wissen über Musik und einer großen Klappe lag die Entscheidung zum erneuten (Quer-)Einstieg nahe: Das Radio. Die Karriereleiter war steil: Praktikant, Volontär, Nachtmoderator – vom Saarland nach Nürnberg. Erst zur eigenen Nachmittagsshow, dann schließlich die Prime Time am Morgen.

Das geliebte Medium

Jochen mag das Radio. Ein schönes, schnelles Medium für jedermann. Kostenlos obendrein. Die Schwierigkeit? Das Publikum ohne Gesicht. So schnell Jochens Programm die Öffentlichkeit auch erreichen mag, so langsam ereilen ihn die Reaktionen auf sein Tun. Mögen sie positiver oder negativer Natur sein. Doch dem Web 2.0 sei Dank. Das Feedback hat ein Gesicht und er hat ein Gesicht für sein Feedback bekommen. Die Fans kennen mittlerweile ihren Prangster. Vom Hören und vom Sehen. Auch wenn der eine oder andere dachte, er wäre ein kleinerer Mann. Ob das an seiner großen Stimme liegen mag?

Comedy aus dem Stegreif
– Die Trial-and-Error-Methode

Jochen ist ein vielseitiger Mann. Die Radiomoderation macht Freude und Lust auf mehr. So präsentiert er sich jeden ersten Donnerstag im Monat auf der offenen Bühne in der Kulturkellerei dem leibhaftigen Publikum. Manchmal als Moderator, manchmal als Standup-Comedian. Mit Erfolg. Auch wenn der ein oder andere Gag aus unerfindlichen Gründen beim Trial zum Error wurde. Aber dafür ist das personifizierte Publikum ja da. Interaktiv, ohne Scheu Reaktionen zu zeigen. Ebenfalls aus dem Stegreif versteht sich. Am 06. Februar reist Jochen nach Berlin und darf sich auf einer Bühne präsentieren, die auch schon Cindy aus Marzahn zu Ruhm und Ehre verholfen hat. Bei der Talentschmiede des Quatsch Comedy Clubs wird er den humoristischen Wettbewerb unter Gleichgesinnten bestreiten. Für alle Fans, die leider nicht live dabei sein können, gibt es dennoch eine Möglichkeit, die Show zu sehen: Bei der inoffiziellen Generalprobe in den vertrauten Gefilden der Kulturkellerei. Auch live. Am Tag zuvor. Ende des Jahres flimmert Jochen schließlich über den Flachbildschirm: Beim NightWash Talent Award auf einsfestival. Vormerken!

»Nürnberg hat das Angebot einer Großstadt und das Flair einer Kleinstadt«

Jochen findet Nürnberg wunderschön. Gründe gibt es viele. Das überdimensionale Angebot an Bier natürlich. Aber nicht nur das. In Nürnberg lässt sich viel erleben. Ob Kulturliebhaber oder Kneipengänger, man wird fündig. Auch den Franken schätzt er. Auf den ersten Blick grummelig und introvertiert wird er zum treuen Begleiter, wenn man die harte Schale knackt. Des Nussknackers Eldorado. Zudem mag es Jochen die Dinge von oben zu betrachten. Die Burg bietet hierfür eine wunderbare Plattform. Ein weiteres Highlight: Die Museenlandschaft. Ob Nürnberger oder nicht, jeder sollte ab und zu einen Besuch wagen. Das hat Jochen nämlich in seiner Heimat Saarbrücken verpasst.

Groß ist groß & Stadt ist Stadt

Gleiche Szenen, gleiche Bars. Alle großen Städte haben ihre Gemeinsamkeiten. Der Hirsch heißt im Saarland »Garage« und in Hannover »Faust«. Etwas Liebenswertes lässt sich Jochens Ansicht nach in jeder Stadt finden. Man muss es nur sehen wollen. Eine Sache bleibt jedoch ein Original seiner Heimat: Das Saarbrückener Bistro. Jede Nacht backt Jeromé französische Baguettes auf. Die Größe gleicht der Länge des Ellenbogens. Als Belag bekommt man alles serviert, was das Herz begehrt. 3 Uhr morgens: Saarbrücken ist satt und glücklich. Das fehlt hier. Challenge accepted.

Fortsetzung folgt.

Den Anspruch an Vollständigkeit erfüllt der Artikel nicht. Dafür ist Jochens Wesen zu komplex. Umso schöner, dass Nürnberg sein Herz gewonnen hat.

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